"Löwen" lassen die Arena beben
München - Aufstiegsaspirant 1860 München hat im neuen Stadion eine glanzvolle Premiere gefeiert und den Fehlstart von Mitkonkurrent Hansa Rostock perfekt gemacht. Die "Löwen" siegten im ersten Heimspiel in der Allianz-Arena völlig verdient 4:1 (2:0) und setzten sich mit dem 2. Sieg im 2. Spiel an die Tabellenspitze der Zweiten Liga "Wir haben verdient gewonnen. es war ein rundum gelungener Abend für uns", sagte 1860-Coach Reiner Maurer. "Die Stimmung war überragend. Kompliment an unsere Fans."
Viele individuelle Fehler bei Hansa Bundesliga-Absteiger Rostock ist dagegen nach der zweiten Pleite weit vom gesteckten Saisonziel direkter Wiederaufstieg entfernt.
"Es ist unbegreiflich, was für individuelle Fehler wir gemacht haben", sagte Jörg Berger. "Nach dem schnellen Rückstand waren wir verunsichert. Wir haben dem Gegner immer wieder Räume geboten, das haben die Münchner konsequent ausgenutzt", ergänzte der Hansa-Trainer. "Für mich ist diese Leistung natürlich enttäuschend. Ich bin in der Verantwortung, und der muss ich mich auch stellen."
Doppelpack von Agostino Schon nach 117 Sekunden ließ der Australier Paul Agostino die 51.200 Fans in Münchens neuem Fußball-Tempel zum ersten Mal jubeln, als er eine Flanke seines neuen Sturmpartners Stefan Reisinger zum 1:0 verwandelte.
In der 16. Minute war Agostino erneut zur Stelle, als Hansa-Torhüter Mathias Schober einen Schuss von Reisinger nach einer schönen Einzelleistung abprallen lassen musste. Beide Male sah die Rostocker Hintermannschaft nicht gut aus.
Hartmann: "Keine Erklärung"
"Ich möchte mich beim Publikum bedanken. So etwas erlebt man nicht jeden Tag", meinte Agostino. Die Rostocker Anhänger ließen ihrem Unmut freien Lauf. Einzig Michael Hartmann ging in Richtung Fanblock. "Erklären kann man sich unsere Leistung nicht", meinte Hartmann. "Nach zwei Minuten war die taktische Marschrichtung über den Haufen geworfen."
Für die weiteren Treffer der Sechziger sorgten Nemanja Vucicevic in der 60. Minute und der eingewechselte Michal Kolomaznik in der 78. Minute, auch der Rostocker Ehrentreffer ging bei einem Eigentor von Rodrigo Costa (88.) auf das Konto der Gastgeber.
Kaum Chancen für Rostock
Während die Münchner viel Druck entwickelten und das Geschehen kontrollierten, kamen die Gäste von der Ostsee nur zu wenigen Chancen.
Die beste vergab Antonio di Salvo, der in der 25. Minute per Kopf nur die Latte traf. Di Salvo war der einzige Spieler im Team von Trainer Jörg Berger, der sich sechs Tage nach der 1:2-Heimpleite gegen Aufsteiger Kickers Offenbach positiv in Szene setzte.
Bei den Gastgebern verdienten sich Doppeltorschütze Agostino, Vorbereiter Reisinger und Vucicevic die besten Noten.
Quelle: www.sport1.de
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